Archiv der Kategorie: Rezepte

Rhabarber-Sirup

Als ich Kind war, haben wir von meinen Urgroßeltern immer reichlich Obst und Gemüse aus eigenem Garten bekommen. Naja, „Garten“ war da schon eine Untertreibung, das war schon fast ein Feld, was sie beackert haben. Und es gab alles, was das Herz begehrt und was man in der Küche so verwerten kann: Äpfel, Sauerkirschen, Knubberkirschen (wenn die Stare welche übrig gelassen haben), Erdbeeren, rote und schwarze Johannisbeeren, Grünkohl, Kürbis, Rhabarber … und meine Mama hat einkocht wie ein Weltmeister. Unter anderem Erdbeer-Rhabarber-Marmelade – und die mochte ich sowas von überhaupt gar nicht! Genausowenig wie Rhabarber-Kuchen übrigens. Er war mir immer zu sauer und diese Fasern … danke, aber nein danke.

Ich habe jahrzehntelang einen Bogen um Rhabarber gemacht. Und es fiel mir auch schwer, nachzuvollziehen, dass manche Menschen für Rhabarber schwärmen. Okay, jedem das seine, mir keinen Rhabarber, bitte.

Und nun las ich letzte Woche dieses Rezept für Rhabarber-Sirup.

Hmmm …. leicht säuerlich, bei Hitze, mit viel Wasser verdünnt … hmmm ….

Auf meinem Einkaufszettel am Freitag stand 1,4 kg Rhabarber. Ich war angefixt. Und in meinem Einkaufswagen landeten 1,8kg der roten Stangen.

Am Samstag habe ich den Rhabarber gewaschen, geschnippelt und mit Zucker zusammen in einen Topf geschmissen. Am Sonntag fiel mir auf, dass ich zu wenig Zucker genommen hatte, also füllte ich die fehlende Menge nach, rührte um (es gab schon ’ne Menge Saft) und ließ den Topf einen weiteren Tag stehen.

Am Montag machte ich den Sirup fertig.

Mein erstes Fazit:
1,6l stehen auf der Fensterbank zum Abkühlen. Es ist eine furchtbar backige (auf hochdeutsch: klebrige) Angelegenheit, aber es hat Spaß gemacht. Also wird es nicht das letzte Mal gewesen sein, dass ich Sirup koche. Ob es wieder Rhabarber sein wird, wird die Verkostung zeigen. Naja, falls wir ihn nicht trinken, kann ich ja meiner Mama anbieten, für sie zu kochen. Dann haben wir beide was davon 😉

2014-05-19 - 01 - Rhabarber-Sirup

Mein zweites Fazit:

Der erste Probeschluck puren Sirups hat es offenbart: Das nächste Mal nehme ich weniger Zucker. Und datt Zeugs ist leeeecker …. *schwärm*

*****

Hier nochmal das Rezept in „komprimierter“ Form:

1,4kg Rhabarber waschen und mit Schale kleinschneiden. Mit 800g Zucker vermengen und in einem ausreichend großen Topf über Nacht stehen lassen, damit der Rhabarber ordentlich Saft zieht.

Den Saft von 2 Limonen (oder Zitronen) zusammen mit 700ml Wasser zum Rhabarber-Zucker-Gemisch geben, aufkochen und 35 Minuten im geschlossenen Topf köcheln lassen.

In der Zwischenzeit Glasflaschen sterilisieren: Entweder auskochen oder die abgewaschenen Flaschen bei 110°C für 25 Minuten im Backofen erhitzen.

Nach Ende der Kochzeit des Rhabarbersuds diesen durch ein Handtuch abseihen. Anschließend nochmals aufkochen und in die Flaschen abfüllen.

 

 

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Galopp-Brot

Wenn es mal schnell gehen soll, empfiehlt sich ein Backpulver-Brot. Klingt ungewöhnlich? Ja, aber es schmeckt.

Man nehme

500g Weizenmehl
1 Prise Salz
300ml Milch
100g Fett
1 Päckchen Backpulver
Ei und Mohn zum Bestreichen

Aus den Zutaten einen schwer fließenden Teig rühren. In gefettete Kastenform geben und bei 200 Grad 40 bis 50 Minuten backen. Vorsichtig mit Ei bestreichen und mit Mohn bestreuen. Noch 10 Minuten überbacken.

Quelle: „Das Brot-Backbuch“ von Jutta Kürz, verlegt von Wolfgang Hölker

Wenn man statt Weizenmehl Weizenvollkornmehl nimmt und auf den Mohn verzichtet, sieht es so aus:

IMG_1010

Leider ist es dann etwas bröckelig, so daß man es besser mit ’ner Kuchengabel ißt. Zumindest haben meine Eltern es heute so gemacht 😉

Viel Spaß beim Nachbacken und guten Appetit!

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Roggenbrötchen

In den Kommentaren des Dinkelvollkornbrotes hab ich es ja schon angekündigt: Ich backe aus einem Teil des restlichen Sauerteigs noch ein Roggenbrot. So sieht es aus, wenn man es in der Mitte durchschneidet:

2013-08-29 - Roggenvollkornbrot

Nun, hier ist es. Ich hab es wieder von meiner Mama bekommen 🙂

500g Roggenvollkornmehl
250g Weizenmehl Typ 550
3 Würfel Hefe oder 3 Tüten Trockenhefe
150g Sauerteig
evtl. 1 TL Brotgewürz oder gem. Kümmel (nach Geschmack)
1 TL Honig
2 EL Öl (z.B. Rapsöl)
ca. 350ml lauwarmes Wasser
evtl. 100g Sonnenblumenkerne

Vorteig ansetzen und gehen lassen.

Dann „standfesten“ Teig kneten und über Nacht gehen lassen.

Brötchen formen und evtl. mit einem scharfen Messer einschneiden und gehen lassen, bis sie etwa doppelt so groß sind.

Mit lauwarmen Wasser einsprühen.

Evtl. eine feuerfeste Schüssel mit etwas Wasser auf den Backofenboden stellen. Im vorgeheizten Backofen bei 250°C (Umluft 200°C) 5 Minuten backen, dann noch ca. 25 Min. bei 200°C (Umluft 160°C). Kurz vor Ende der Backzeit noch mal mit Wasser besprühen. Und ich besprühe sie auch noch mal gleich nachdem ich sie aus dem Ofen genommen habe.

Soweit zu Mama. Ich habe als Öl Olivenöl genommen und weder Brotgewürz noch Kümmel beigemengt. Dafür hab ich den Teig halt zu einem Brot geformt, nicht zu Brötchen. Deshalb hab ich es auch zunächst 5 Min. bei 250°C gebacken, und dann runtergedreht auf 200°C und es weitere 45 Min. schwitzen lassen.

Und wieder einmal: Es schmeckt sehr lecker! Mir zumindest. Meine Jungs haben es bislang noch nicht probiert 😉

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Sauerteig

Nachdem ich hier nun angefangen habe, Brotrezepte weiterzugeben, fragt sich vielleicht die eine oder andere von Euch: „Wie komme ich an Sauerteig?“

Die Antwort ist ganz einfach: Selbermachen!

Und so hat meine Mama es gemacht:

300g Roggenmehl mit 25g Hefe und 220ml Wasser zu einem Brei verrühren, mit Tuch oder Deckel abdecken und 5-6 Tage bei 22 bis 25°C (also Wohnzimmertemperatur) stehenlassen. Nach 3 Tagen war bei Mama der Teig „porig“ und roch säuerlich, aber nicht nach Essigsäure.

Vor dem Backen muß der Teig nochmal aufgefrischt werden. Dazu 2-4 gehäufte Eßlöffel Rogenmehl dazutun und mit soviel lauwarmen Wasser verrühren, daß ein dickflüssiger Brei entsteht. Den nochmal ca. 24 bis 48 Stunden bei Zimmertemperatur stehen lassen. Dann soviel Mehl dazugeben, daß der Teig knetfest ist. Von diesem zubereiteten Teig die Menge laut Rezept in den Brotteig geben (evtl. mit etwas Wasser verdünnen, damit er sich besser vermengt).

Den Rest Sauerteig kann man einfrieren, am besten in Portionen. Mama hat jeweils ca. 80g abgemessen; wenn die Menge dann wie oben beschrieben aufgefrischt ist, hat man in etwa die richtige Menge von ca. 150g.

Man kann auch von dem fertigen Brotteig etwas abnehmen (ca. 10% der Menge des nächsten Brotes, also bei einem Brot von ca. 750g ca. 75g) und einfrieren oder in den Kühlschrank stellen, wenn Du in absehbarer Zeit wieder backen willst.

 

 

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Dinkelvollkornbrot

Mir ist letztens was ganz doofes passiert: Ich hatte im Tiefkühlschrank eine kleine Gefrierdose ohne Beschriftung. Und weil ich grad ausmiste, hab ich sie kurzerhand aufgetaut, so frei nach dem Motto: „Irgendwas kann ich da schon draus machen.“ Dummerweise war in der Dose Sauerteig, den ich mal von meiner Mama bekommen hatte.

Nun stand dieser Sauerteig im Kühlschrank. Und nu?

Ich habe ihn mit Roggenmehl aufgefrischt und ihn heute verbacken. Doch Oh Schreck! Mein Roggenmehl ist alle! Aber ich hatte noch Dinkelvollkornmehl, und ich habe ein Rezept, daß ich ebenfalls von meiner Mama bekommen habe. Daher machte ich aus der Not eine Tugend, schnappte mir das Rezept und fing an.

Und so sieht das Ergebnis aus:

Dinkelvollkornbrötchen

Wenn Du die Brötchen nachbacken möchtest, die übrigens all meinen Jungs gut geschmeckt haben, findest Du hier das Rezept (so, wie ich es von meiner Mama bekommen habe):

600g Dinkelvollkornmehl
100g Weizenvollkornmehl
50g Weizenmehl Typ 550
20g Salz (ca. 2 TL)
2 TL Zucker oder Honig
450ml lauwarmes Wasser
20g Trockenhefe (= 3 Tüten á 7g) oder 3 Würfel Hefe
150g Sauerteig (ich würde dazu ca. 75g vom Roggensauerteig, aufgefrischt mit Dinkelmehl, nehmen)
evtl. 150g Sonnenblumenkerne

Den Teig wie gehabt anfertigen. Die Gehzeit ist nicht so lange wie beim Roggenbrot. Er muß sich ca. verdoppelt haben (wie beim normalen Hefeteig), dann kannst Du ihn zum Brot oder Brötchen verarbeiten. Und wenn die wieder etwa doppelt so groß geworden sind, backen im vorgeheizten Ofen; das Brot ca. 15 Min. bei 220°, dann weiter mit 180°C ca. 45 Minuten. Die Brötchen würde ich 5 Min. bei 220°C und dann ca. 20-25 Min. bei 180°C (jeweils Ober- und Unterhitze, Umluft würde ich auf 190/160°C versuchen) backen.

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Möhrensuppe bei Darminfektion

500g Wurzeln mit 1l Wasser aufkochen und eine Stunde köcheln lassen, dann zusammen pürieren.

Mit abgekochtem Wasser auf 1l wieder auffüllen und mit 3g Salz würzen – Fertig!

Über den Tag verteilt je nach Appetit essen.

Soll einem Fernsehbericht nach auch statt Antibiotikum helfen (haben klinische Studien ergeben). Wurde besonders viel in Kinderheimen und -krankenhäusern eingesetzt bis Anfang der 50er Jahre (mangels Antibiotikum).

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Goulash (for a very good friend)

Ingredients:

  • 500g beef (from shoulder or haunch)
  • 3 onions (about 180g)
  • 70g lard
  • salt
  • pepper
  • garlic salt
  • 1 knife point sweet paprika
  • 1 pinch sugar
  • 1/2 l hot water
  • 20g flour
  • 1/8 l cream

Cut the beef into cubes of 2cm size. Peel the onions and cut them into cubes, too. Heat the jar in a wide pot. Put the beef into the pot and let it brown at all sides within about 10 minutes. Add the onion cubes and broil them with the meat. Bestrew it with salt, pepper, garlic salt, paprika and sugar, then stir. Add the hot water bit by bit. Let it stew covered up for about 90 minutes.

Mix the flour with a little bit of water in a bug. Add it to the goulash stirring about 7 minutes before cooking time ends. Let it boil, then take it from the cooker. Add the cream, stirr and serve it.

Prearrangement: 15 minutes Preparation: 100 minutes Calories per person: about 600 Side dish: Lettuce or tomato salad, potato dumpling or mashed potatoes or pasta.

 

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Irische Kartoffelbrötchen

Zutaten:

  • 500g Mehl
  • 50g Kartoffelmehl
  • ¼ l Milch
  • 1 Prise Salz
  • 1 Päckchen Hefe
  • 1 Teelöffel Zucker

Milch aufkochen und das angerührte Kartoffelmehl hineingeben. Unter Umrühren aufkochen und abkühlen lassen. Zusammen mit den übrigen Zutaten zu einem nicht allzu klebrigen Teig kneten. Warm stellen und gehen lassen. Erneut mit Mehl durchkneten und zu Brötchen formen. Auf gefettetem Backblech noch einmal gehen lassen und bei 200 bis 220 Grad 15 bis 20 Minuten backen.

Quelle: „Das Brotbackbuch“ von Jutta Kürtz, 1982 erschienen im Verlag Wolfgang Hölker

Anmerkung von mir:

  • Noch warm aufgeschnitten und mit Kräuterbutter bestrichen, dann mögen sie sogar meine Jungs 😉
  • Vor dem zweiten Gehen lassen am besten ein wenig platt drücken. Dann werden sie (hoffentlich) nicht so hoch wie bei mir.
  • Das Milch-Kartoffelmehl-Gemisch ist sehr breiig und hält sich ein wenig am Topf fest. Trotzdem läßt es sich aber gut mit den restlichen Zutaten vermischen.

Viel Spaß beim Nachbacken, Deine Anke

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